Neudorf-Platendorf. Wir freuen uns, dass im Rahmen des Projektes Netzwerk Großes Moor Gifhorn die Deklaration am 1. Juli 2026 unterzeichnet werden konnte. Mit etwa 50 Teilnehmerinnen sind zahlreiche Vertreter der örtlichen Vereine und Behörden sowie Bürgerinnen der Einladung gefolgt. Vom Landkreis Gifhorn wurde die Deklaration durch Landrat Philipp Raulfs persönlich unterzeichnet. Neben ihn unterschrieben Helmut Hermann (Wasser- und Bodenverband Sassenburg), Detlef Junge und Sieghard Deierling (Förderverein Großes Moor e.V.), Florian Preusse und Klaus Borchert (NABU Kreisverband Gifhorn e.V.), Knut Schmidt und Heinz Dettmer (Natur- und KulturErlebnispfad Großes Moor Gifhorn e.V.), Jörg Thaden (AG Fahrradwege in der Gemeinde Sassenburg) sowie Walter Wimmer (NLWKN Betriebsstelle Süd). Die Deklaration beinhaltet die Ziele und Handlungsfelder des Netzwerkes. Mit der Unterschrift bekräftigen alle Beteiligten ihr gemeinsames Engagement für den Schutz und die nachhaltige Entwicklung des Großen Moores. Als Gastrednerin konnte Frau Weyde, 1. Verbandsrätin des Regionalverbandes Braunschweig, gewonnen werden. Das Projekt „Netzwerk Großes Moor“ ist Teil des Verbundvorhabens „Regionale Blau-Grüne Infrastruktur in Stadtregionen“ des Regionalverbandes. An insgesamt zehn Projektstandorten im Großraum Braunschweig wird erprobt, wie Blau-Grüne Infrastruktur zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels nach dem Prinzip der Schwammlandschaften beitragen und für eine integrierte Freiraumentwicklung genutzt werden kann. Das Projekt wird gefördert durch das Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit sowie durch den Regionalverband Braunschweig. Unter nachfolgenden Link finden Sie einen Zeitungsartikel der Braunschweiger Zeitung: https://www.braunschweiger-zeitung.de/niedersachsen/gifhorn/article412471545/ab-jetzt-wird-das-grosse-moor-bei-gifhorn-gerettet-gemeinsam.html Die Presseinformation des Landkreises Gifhorn finden Sie hier. Die gemeinsam unterzeichnete Deklaration finden Sie hier.
Leiferde. Der Wahlpflichtkurs Nachhaltigkeit der IGS Gifhorn hat mit seinem Projekt zum Thema Moore den 1. Platz (Klassen 8-10) beim bundesweiten Schulwettbewerb zur Entwicklungspolitik „alle für EINE WELT für alle“ gewonnen. Unter dem diesjährigen Motto des Wettbewerbs „Fakten gecheckt? Verändert die Welt mit eurer Story!“ beschäftigten sich die Schülerinnen mit dem Thema Moore und welche Mythen über sie verbreitet werden. Bei ihrer Recherche besuchten die Schülerinnen auch das Große Moor bei Gifhorn. Neben der Wissensvermittlung packten sie tatkräftig bei einem Arbeitseinsatz im Rahmen des Umweltbildungsprojektes „Die Moorforschenden“ mit an. Wir freuen uns, dass das Engagement der Schülerinnen ausgezeichnet wurde und gratulieren ganz herzlich! Das Projekt der Schülerinnen überzeugte die Jury durch kreative und kritische Beiträge zum Umgang mit Desinformation. Als Preisgeld erhielt der Wahlpflichtkurs Nachhaltigkeit 2.000 Euro. Die Preisverleihung fand am 23. Juni 2026 in Berlin unter Beisein von Bundesentwicklungsministerin Reem Alabali Radovan statt. Der Wettbewerb wird alle zwei Jahre von Engagement Global im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung durchgeführt. Das Video zum Gewinnerbeitrag der IGS Gifhorn finden Sie hier: https://www.youtube.com/watch?v=uea97uPjSUw&t=3s Weitere Informationen zum Schulwettbewerb Entwicklungspolitik gibt es hier: https://www.eineweltfueralle.de/
Am Sonntag, den 19. Juli 2026, bietet der Natur- und Landschaftsführer Andreas Nachtigall eine Führung unter dem Titel „Moorschönheit nach der Moorrenaturierung entdecken“ an. Auf der etwa vier Kilometer langen Exkursion geht es zum Aussichtsturm im Großen Moor bei Westerbeck. Dort erfahren Sie, wie wichtig die Wiedervernässung von Mooren für Pflanzen, Tiere und den Klimaschutz ist. Außerdem können Sie neue und interessante Perspektiven mit dem Spektiv und der Digiscoping-Technik kennenlernen. Die Exkursion findet von 10 bis 12 Uhr statt. Treffpunkt ist das Gelände der Moorbahn in Westerbeck. Um eine Anmeldung unter andreas@nachtiswelt.de wird gebeten.
Heute beginnt die Ausbildung zum Zertifizierten Natur- und Landschaftsführer (ZNL) mit dem Schwerpunkt Moor im Moormuseum in Neudorf-Platendorf. Insgesamt sind 20 Teilnehmer*innen mit dabei. Zum Auftakt begrüßte der Bürgermeister der Gemeinde Sassenburg Jochen Koslowski die Teilnehmenden und wünschte viel Erfolg bei der Qualifizierung. Die Maßnahme wird im Rahmen des Leader-Projektes „Die Moorforschenden“ in den Leader-Regionen Lachte-Lutter-Oker, Südkreis Gifhorn und der Nachhaltigkeitsregion Isenhagener Land durchgeführt. Die Ausbildung erfolgt an fünf Wochenenden von April bis September. Die Qualifizierung umfasst 70 Stunden und vermittelt Wissen zu den Themenschwerpunkten Naturkundliche Grundlagen der Region mit dem Schwerpunkt Moore, Mensch-Kultur-Landschaft, Kommunikation und Umweltdidaktik sowie Recht und Marketing. Die Leitung des Kurses übernimmt Timo Zeimet von der Loki Schmidt Stiftung.
Einige Flächen im Großen Moor werden gerade vom Wollgras in ein leuchtend weißes Meer verwandelt. Dabei handelt es sich nicht wie so oft geschrieben um die Blüte des Wollgrases, sondern um den Fruchtstand. Die Blüte erscheint bereits im März und ist unscheinbar. Im April und Mai bildet sich dann der weiße Wollschopf. An den zahlreichen weißen Hüllfäden befinden sich die Samen, die nach ihrer Reifung durch den Wind verweht werden und so zur Verbreitung der Pflanze beitragen. Aktuell handelt es sich um das Scheidige Wollgras (Eriophorum vaginatum). Etwas später kommt das Schmalblättrige Wollgras (Eriophorum angustifolium) hinzu. Beide Pflanzenarten sind für die Renaturierungsflächen im Großen Moor typisch und auf allen unseren Wiedervernässungsflächen zu finden.
Aufgrund der langanhaltenden Trockenheit in diesem Frühjahr beginnen die Wasserstände im Moor zu sinken. Wir haben deshalb die Solarpumpen für die Paludikulturflächen bei Westerbeck wieder in Betrieb genommen und eine Stauanlage am Sauerbach für die Wiedervernässungsfläche nördlich des Charlottenhofweges geöffnet. Durch das Einleiten des Wassers können wir die Wasserstände vorerst stabil halten. Wir hoffen, dass es bald wieder regnet!